Hängende Erdbeersorten sind ideal für den Balkon und den Hydroponikanbau. Sie bilden lange, überhängende Ausläufer (Ranken) und liefern den ganzen Sommer über süße, aromatische Früchte. Durch das hydroponische System sind die Früchte sauber und weniger anfällig für Bodenpilze.
| Botanischer Name | Fragaria x ananassa (hängende Sorten wie 'Toscana', 'Gasana', 'Hummi Prinzessin') |
|---|---|
| Familie | Rosengewächse (Rosaceae) |
| Herkunft | Kreuzung amerikanischer und chilenischer Wildarten, Zuchtsorten für Ampel weltweit |
| Wuchstyp | Mehrjährige, krautige Pflanze mit langen, hängenden Ausläufern (Ranken) |
| Fruchttyp | Sammelnussfrucht (die gelben Nüsschen sind die eigentlichen Früchte) |
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Brennwert | 32 kcal |
| Wasser | 90 g |
| Kohlenhydrate | 5,5 g |
| - davon Zucker | 4,9 g |
| Ballaststoffe | 2,0 g |
| Eiweiß | 0,7 g |
| Fett | 0,3 g |
| Kalium | 150 mg |
| Vitamin C | 58 mg |
| Folsäure | 65 µg |
Erdbeeren sind Flachwurzler und gedeihen hervorragend in hydroponischen Systemen. Für hängende Sorten eignen sich besonders Ampelsysteme mit kontinuierlicher Nährstoffzufuhr.
Erdbeeren werden in der Regel über Jungpflanzen (Frigo-Pflanzen oder Topfpflanzen) vermehrt. Eine Aussaat ist möglich, aber aufwändig und nicht sortenecht.
| Faktor | Optimaler Wert / Bedingung |
|---|---|
| pH-Wert | 5.5 - 6.2 (bei 5.8 liegt das Optimum für Eisenaufnahme) |
| EC-Wert (elektr. Leitfähigkeit) | 1.2 - 1.8 mS/cm (während der Blüte und Fruchtbildung am oberen Ende) |
| Temperatur | 15-25°C (für eine gute Fruchtbildung sind kühle Nächte (12-18°C) förderlich) |
| Luftfeuchtigkeit | 60-75 % (zu hohe Feuchtigkeit begünstigt Grauschimmel) |
| Licht | 10-14 Stunden direktes Sonnenlicht. Bei weniger Licht bilden sich weniger süße Früchte. |
Verwenden Sie einen speziellen hydroponischen Dünger für Obst- oder Fruchtgemüse mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis. Erdbeeren reagieren empfindlich auf zu hohe Salzkonzentrationen.
| Schädling | Beschreibung | Bekämpfung im Hydrokultur-System |
|---|---|---|
| Blattläuse | Kleine, grüne oder schwarze Insekten an Blattunterseiten und Blütenstielen. | Mit einem kräftigen Wasserstrahl abspülen, Nützlinge (Marienkäfer, Florfliegen) einsetzen oder mit Kaliseife besprühen. |
| Spinnmilben | Winzige, rote Spinnchen, feine Gespinste auf Blattunterseiten, gelbe Sprenkel auf Blättern. | Luftfeuchtigkeit erhöhen, Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) einsetzen. Neemöl kann helfen, aber vorsichtig anwenden. |
| Thripse | Winzige, längliche Insekten, silbrige Streifen und schwarze Kotpunkte auf Blättern. | Blaue Gelbtafeln, Raubmilben (Amblyseius cucumeris) oder räuberische Wanzen (Orius). |
| Erdbeerblütenstecher | Kleiner, schwarzer Rüsselkäfer. Knospen welken und fallen ab. | Befallene Knospen sammeln und entsorgen. Nützlinge (Schlupfwespen) im Boden einsetzen. |
| Krankheit | Beschreibung | Vorbeugung und Maßnahmen |
|---|---|---|
| Grauschimmel (Botrytis cinerea) | Braun-grauer, pelziger Belag auf Früchten, besonders bei feuchter Witterung. | Für gute Belüftung sorgen, abgestorbene Blätter und überreife Früchte sofort entfernen. Befallene Teile großzügig ausschneiden. |
| Mehltau | Weißer, mehlartiger Belag auf Blättern und Blattstielen. | Luftzirkulation verbessern, mit einem Milch-Wasser-Gemisch (1:9) besprühen. |
| Blattfleckenkrankheit | Violette oder braune Flecken auf Blättern, die Blätter vergilben und sterben ab. | Befallene Blätter entfernen, nicht über Kopf gießen. Bei starkem Befall im Herbst zurückschneiden. |
Wurzelfäule (Rotfäule, Phytophthora) | Welke, braune Wurzeln, Pflanze stirbt von innen heraus ab. | Wassertemperatur unter 22°C halten, für gute Sauerstoffanreicherung sorgen. Befallene Pflanze sofort entfernen und System reinigen. |
Da Erdbeeren zu den Rosengewächsen gehören und anfällig für bestimmte bodenbürtige Krankheiten sind, ist ein Fruchtwechsel sinnvoll.
Nach einer gründlichen Reinigung des Systems (Spülen mit Wasserstoffperoxid oder Essigwasser) können Sie in die gleichen Töpfe oder Kanäle gut Blattgemüse (Salat, Mangold) oder Kräuter pflanzen. Diese haben einen ähnlichen Nährstoffbedarf und nutzen die verbleibende Saison optimal aus.
Im Hydroponiksystem ist eine biologische und vorbeugende Schädlingsbekämpfung am effektivsten. Chemische Mittel können die Nützlingspopulation schädigen und die Nährlösung verunreinigen.
Erdbeeren sind vielseitig und werden meist roh genossen, um ihr volles Aroma zu erhalten.