Die Gurke ist ein vielseitiges, erfrischendes Gemüse, das sich hervorragend für den Anbau im Hydroponiksystem eignet. Sie wächst schnell und liefert bei richtiger Pflege einen reichen Ertrag.
| Botanischer Name | Cucumis sativus |
|---|---|
| Familie | Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) |
| Herkunft | Indien, südliches Asien |
| Wuchstyp | Einjährige, kriechende oder kletternde Pflanze |
| Fruchttyp | Panzerbeere (Epigenes Beeren) |
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Brennwert | 12 kcal |
| Wasser | 95 g |
| Kohlenhydrate | 2,0 g |
| - davon Zucker | 1,8 g |
| Ballaststoffe | 0,5 g |
| Eiweiß | 0,6 g |
| Fett | 0,1 g |
| Kalium | 140 mg |
| Vitamin C | 3 mg |
Gurken sind Starkzehrer mit einem hohen Wasser- und Nährstoffbedarf. Ein Hydroponiksystem mit guter Sauerstoffversorgung (z. B. NFT, Dutch-Bucket oder tiefe Wasser-Kultur mit Belüftung) ist ideal.
| Faktor | Optimaler Wert / Bedingung |
|---|---|
| pH-Wert | 5.5 - 6.0 |
| EC-Wert (elektr. Leitfähigkeit) | 1.8 - 2.5 mS/cm (während der Fruchtbildung höher) |
| Temperatur | 20-26°C (Wurzelraum nicht unter 18°C) |
| Luftfeuchtigkeit | 65-80 % (gute Belüftung zur Vermeidung von Pilzkrankheiten wichtig) |
| Licht | 12-16 Stunden direktes Licht oder hochwertige Pflanzenlampen (z. B. LED) |
Verwenden Sie einen speziellen hydroponischen Dünger für Fruchtgemüse. Gurken haben einen hohen Kalium- und Kalziumbedarf.
| Schädling | Beschreibung | Bekämpfung im Hydrokultur-System |
|---|---|---|
| Spinnmilben | Winzige, rote oder weiße Spinnchen; feine Gespinste auf Blattunterseiten. | Luftfeuchtigkeit erhöhen, mit Neemöl oder Raubmilben (z. B. Phytoseiulus persimilis) bekämpfen. |
| Blattläuse | Kleine, grüne oder schwarze Insekten an Triebspitzen. | Mit einem starken Wasserstrahl abspülen, Nützlinge (Florfliegen, Marienkäfer) einsetzen oder mit Kaliseife besprühen. |
| Weiße Fliege | Kleine, weiße Fliegen, die beim Schütteln aufsteigen. | Gelbtafeln zur Überwachung, Schlupfwespen (Encarsia formosa) zur biologischen Bekämpfung. |
| Thripse | Winzige, längliche Insekten, die silbrige Sprenkel auf Blättern verursachen. | Blaue oder gelbe Fallen, Einsatz von Raubmilben (Amblyseius cucumeris). |
| Krankheit | Beschreibung | Vorbeugung und Maßnahmen |
|---|---|---|
| Mehltau | Weißer, mehlartiger Belag auf Blattoberseiten. | Für gute Luftzirkulation sorgen, Blätter nicht übermäßig benetzen. Milch-Wasser-Gemisch (1:8) besprühen. |
| Falscher Mehltau | Gelbliche, eckige Flecken auf Blättern, später violetter Belag auf Unterseiten. | Sehr ansteckend! Befallene Pflanzenteile sofort entfernen. Resistente Sorten wählen. |
| Blütenendfäule | Dunkle, ledrige, eingesunkene Stellen am Blütenende der Frucht. | Keine Krankheit, sondern ein Kalziummangel. Sicherstellen, dass der pH-Wert im optimalen Bereich (5.5-6.0) liegt, um Kalziumaufnahme zu gewährleisten. |
Wurzelfäule (z.B. durch Pythium) | Welke, braune, matschige Wurzeln. | Wassertemperatur kühl halten (<24°C), für gute Sauerstoffanreicherung im Wasser sorgen. Bei Befall System reinigen. |
Da Gurken Starkzehrer sind, sollten Sie nach der Kultur das Substrat austauschen und das System gründlich reinigen.
Nach einer Gründesinfektion (Reinigung) des Systems können Sie in die freigewordenen Plätze idealerweise Blattgemüse (Salat, Mangold) oder Kräuter (Basilikum, Petersilie) setzen, um das System effizient zu nutzen.
Im Hydroponiksystem ist eine biologische Schädlingsbekämpfung besonders effektiv. Vermeiden Sie chemische Pestizide, die Nützlinge schädigen oder die Nährlösung kontaminieren können.
Gurken sind vielseitig einsetzbar und werden meist roh verzehrt.