Kohlrabi ist ein knackiges, kohlartiges Gemüse mit einem charakteristischen, kugelig verdickten Spross. Es gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist bekannt für seinen mild-süßlichen Geschmack. In der Hydroponik ist er aufgrund seines schnellen Wachstums und der überschaubaren Größe gut geeignet. Man unterscheidet zwischen grünen und blauen (violetten) Sorten.
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Energie | 27 kcal |
| Kohlenhydrate | 2,6 g |
| Eiweiß | 1,7 g |
| Fett | 0,1 g |
| Ballaststoffe | 3,4 g |
| Vitamin C | ca. 62 mg |
| Kalium | 460 mg |
| Calcium | 24 mg |
Kohlrabi ist ein Mittelzehrer und gedeiht hervorragend in verschiedenen hydroponischen Systemen, besonders gut im Nährstoff-Film-Technik (NFT) oder im Ebbe-Flut-System. Wichtig ist eine gleichmäßige Versorgung mit Sauerstoff im Wurzelbereich.
| Aussaat | Ernte |
| Februar - September (je nach System) | ca. 8 - 12 Wochen nach der Aussaat |
In der Hydroponik ist eine ganzjährige Kultur unter Kunstlicht möglich. Die Knollen sollten bei einer Größe von 5-8 cm (etwa Tennisballgröße) geerntet werden, bevor sie holzig werden.
* Licht: 12-14 Stunden pro Tag. Bei unzureichendem Licht verkahlen die Pflanzen und bilden nur kleine Knollen. * pH-Wert: 6,0 - 6,8 * EC-Wert (Leitfähigkeit): 1,2 - 1,8 mS/cm * Temperatur: Optimal 15-22°C. Kohlrabi mag es eher kühl; dauerhaft über 25°C kann die Knollenbildung beeinträchtigen.
In Innenräumen und Gewächshäusern treten vor allem auf:
Kohlrabi ist gut geeignet für einen Rotationsanbau. Nach der Ernte sollte der freigewordene Platz genutzt werden für:
Da Kohlrabi zu den Kreuzblütlern gehört, sollten im selben Behälter nicht direkt wieder andere Kreuzblütler (wie Brokkoli, Blumenkohl, Radieschen) folgen, um die Ausbreitung von bodenbürtigen Krankheiten zu vermeiden.
Als Folgefrucht nach Kohlrabi eignen sich besonders schwachzehrende Pflanzen wie Salate oder Kräuter. Eine Gründüngung ist im Hydrokultursystem nicht notwendig, das System sollte jedoch nach der Ernte gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
Verwenden Sie einen speziellen Hydrokultur-Dünger mit einem ausgewogenen N-P-K-Verhältnis (z.B. 7-6-9 oder ähnlich). Wichtig ist die Zugabe von Spurenelementen (Eisen, Mangan, Zink). In der Wachstumsphase ist der Bedarf an Stickstoff erhöht. Bei der Knollenbildung sollte der Kaliumanteil etwas höher sein.
Kohlrabi kann roh (z.B. als Salat oder Snack-Sticks) oder gegart (gedünstet, in Suppen, als Gemüsebeilage) verzehrt werden. Auch die jungen Blätter sind essbar und können wie Spinat zubereitet werden.