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Rucola (Diplotaxis tenuifolia / Eruca sativa)

Rucola, auch Rauke oder Senfrauke genannt, ist ein schnell wachsendes, würziges Blattgemüse, das sich ideal für die hydroponische Kultur eignet. Mit seiner nussig-scharfen Note ist er eine Bereicherung für viele Gerichte.

Allgemeine Informationen

Botanischer Name Diplotaxis tenuifolia (Wilde Rauke) oder Eruca sativa (Salatrauke)
Familie Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Herkunft Mittelmeerraum, Vorderasien
Wuchstyp Einjährige bis ausdauernde, krautige Pflanze
Blatttyp Fiederblättrig, tief eingeschnitten oder glatt (je nach Sorte)

Nährwerte je 100 g

Nährstoff Menge
Brennwert 25 kcal
Wasser 91,7 g
Kohlenhydrate 3,7 g
- davon Zucker 2,1 g
Ballaststoffe 1,6 g
Eiweiß 2,6 g
Fett 0,7 g
Kalium 369 mg
Vitamin C 15 mg
Vitamin K 108 µg
Eisen 1,5 mg

Anbauhinweise für den Hydroponikgarten

Rucola ist ein idealer Kandidat für die hydroponische Kultur, da er schnell wächst und wenig Platz beansprucht. Er eignet sich hervorragend für kleine Systeme.

Aussaatzeitpunkte und Ernte

Wachstumsbedingungen

Faktor Optimaler Wert / Bedingung
pH-Wert 6.0 - 6.5
EC-Wert (elektr. Leitfähigkeit) 1.2 - 1.8 mS/cm
Temperatur 15-22°C (Rucola bevorzugt kühlere Temperaturen; über 25°C neigt er zum Schießen)
Luftfeuchtigkeit 50-70 % (gute Belüftung wichtig)
Licht 10-14 Stunden direktes Licht oder Pflanzenlampen (z. B. LED). Bei zu viel Licht kann der Geschmack sehr scharf werden.

Düngung

Rucola ist ein Mittelzehrer mit mäßigem Nährstoffbedarf. Verwenden Sie einen ausgewogenen hydroponischen Dünger für Blattgemüse.

Pflegehinweise

Schädlinge

Schädling Beschreibung Bekämpfung im Hydrokultur-System
Erdflöhe Kleine, schwarze, springende Käfer, die kleine Löcher in die Blätter fressen. Kulturnetz anbringen, mit Neemöl behandeln. Nützlinge (z. B. Fadenwürmer) im Substrat einsetzen.
Blattläuse Kleine, grüne oder schwarze Insekten an Blattunterseiten und Triebspitzen. Mit einem starken Wasserstrahl abspülen, Nützlinge (Florfliegen, Marienkäfer) einsetzen oder mit Kaliseife besprühen.
Raupen (Kohleulen, Kohlweißlinge) Fraßspuren und Kot an den Blättern. Regelmäßige Kontrolle und Absammeln. Einsatz von Bacillus thuringiensis (biologisches Insektizid).
Minierfliegen Helle, gewundene Fraßgänge in den Blättern. Gelbtafeln zur Überwachung, befallene Blätter entfernen. Einsatz von Schlupfwespen (Diglyphus isaea).

Krankheiten

Krankheit Beschreibung Vorbeugung und Maßnahmen
Falscher Mehltau Gelbliche Flecken auf Blattoberseiten, grau-violetter Pilzrasen auf Unterseiten. Für gute Luftzirkulation sorgen, Blätter nicht übermäßig benetzen. Befallene Pflanzen entfernen.
Fusarium-Welke Plötzliches Welken und Vergilben der Pflanze, oft einseitig beginnend. Keine chemische Bekämpfung möglich. Befallene Pflanze sofort entsorgen, System reinigen. Resistente Sorten wählen.
Grauschimmel (Botrytis) Grauer, staubiger Belag auf Blättern und Stängeln, besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit. Luftfeuchtigkeit senken, für gute Belüftung sorgen. Befallene Teile großzügig entfernen.

Topfrotationsmöglichkeiten

Rucola hinterlässt ein sauberes Substrat und ist ein guter Vorgänger für viele Kulturen.

Nächste Kultur

Nach der Ernte des Rucolas und einer gründlichen Reinigung des Systems (Spülen der Kanäle und Leitungen) können Sie idealerweise eine starkzehrende Fruchtkultur (z. B. Tomate, Paprika) oder eine weitere Runde Blattgemüse (z. B. Asia-Salate, Spinat) setzen.

Schädlingsbekämpfung

Im Hydroponiksystem ist eine biologische und vorbeugende Schädlingsbekämpfung besonders wichtig.

Zubereitung

Rucola ist ein vielseitiges Blattgemüse mit einem charakteristisch scharfen, nussigen Aroma.

Quellenangaben