Spinat ist ein schnell wachsendes, nährstoffreiches Blattgemüse, das sich aufgrund seines kompakten Wuchses und seines geringen Platzbedarfs hervorragend für die Kultivierung in Hydroponiksystemen eignet. Er liefert mehrere Ernten hintereinander.
| Botanischer Name | Spinacia oleracea |
|---|---|
| Familie | Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) |
| Herkunft | Persien (heutiger Iran und Zentralasien) |
| Wuchstyp | Einjährige, grundständige Rosette |
| Fruchttyp | Nussfrucht (von Hochblättern umschlossen) |
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Brennwert | 23 kcal |
| Wasser | 91,4 g |
| Kohlenhydrate | 0,8 g |
| - davon Zucker | 0,4 g |
| Ballaststoffe | 2,2 g |
| Eiweiß | 2,9 g |
| Fett | 0,4 g |
| Kalium | 558 mg |
| Eisen | 3,5 mg |
| Vitamin C | 51 mg |
| Folsäure | 145 µg |
Spinat ist ein Flachwurzler und bevorzugt kühlere Temperaturen. Er eignet sich besonders gut für kleinere, durchlaufende Systeme. Aufgrund seines schnellen Wachstums ist er ideal für eine kontinuierliche Nachsaat (Staffelanbau).
| Faktor | Optimaler Wert / Bedingung |
|---|---|
| pH-Wert | 5.8 - 6.3 |
| EC-Wert (elektr. Leitfähigkeit) | 1.5 - 2.0 mS/cm |
| Temperatur | 15-20°C (Wurzelraum idealerweise unter 22°C, um Schossen zu vermeiden) |
| Luftfeuchtigkeit | 50-70 % (gute Belüftung wichtig zur Vermeidung von Fäulnis) |
| Licht | 12-14 Stunden direktes Licht oder Pflanzenlampen. Spinat ist ein Kurztagpflanze, bei sehr langen Tagen (>14h) und Wärme neigt er zum Schossen (Blütenbildung). |
Verwenden Sie einen hydroponischen Standarddünger mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis. Spinat hat einen moderaten Nährstoffbedarf.
| Schädling | Beschreibung | Bekämpfung im Hydrokultur-System |
|---|---|---|
| Blattläuse | Kleine, grüne oder schwarze Insekten, die sich an den Blattunterseiten und Triebspitzen ansammeln. | Mit einem starken Wasserstrahl abspülen, Nützlinge wie Florfliegen oder Marienkäfer einsetzen oder mit Neemöl/Kaliseife behandeln. |
| Minierfliegen | Kleine, gelb-schwarze Fliegen. Larven hinterlassen weiße, gangartige Fraßspuren (Miniergänge) in den Blättern. | Gelbtafeln zur Überwachung. Befallene Blätter sofort entfernen und entsorgen. Nützlinge (Schlupfwespen) einsetzen. |
| Spinnmilben | Winzige Spinnchen; feine Gespinste und gelbe Sprenkel auf den Blättern. | Luftfeuchtigkeit erhöhen, mit Neemöl oder Raubmilben bekämpfen. |
| Trauermücken | Kleine, schwarze Fliegen um das Substrat. Larven können bei starkem Befall die Wurzeln schädigen. | Gelbtafeln, Nematoden (Steinernema feltiae) in die Nährlösung geben. Substrat vor dem Pflanzen kontrollieren. |
| Krankheit | Beschreibung | Vorbeugung und Maßnahmen |
|---|---|---|
| Falscher Mehltau (Peronospora) | Gelbliche Flecken auf Blattoberseiten mit einem grau-violetten Pilzrasen auf den Unterseiten. | Häufigste Spinatkrankheit. Resistente Sorten wählen, Blätter nicht übermäßig benetzen, für gute Luftzirkulation sorgen. Befallene Pflanzen sofort entfernen. |
Wurzelfäule (z.B. durch Pythium oder Fusarium) | Welke, Wachstumsstopp, braune, matschige Wurzeln. | Wassertemperatur kühl halten (<22°C), für gute Sauerstoffanreicherung sorgen. Bei Befall System und Substrat komplett reinigen. |
Blattfleckenkrankheit (z.B. Cercospora) | Kleine, runde, grau-braune Flecken mit dunklem Rand auf den Blättern. | Befallene Blätter entfernen, auf gute Luftzirkulation achten, Blätter nicht von oben gießen. |
Spinat ist ein Schwachzehrer. Nach der Kultur wird das System gereinigt und das Substrat ausgetauscht.
Aufgrund der kurzen Kulturzeit von Spinat eignet sich eine Stelle im System perfekt für die Rotation. Nach einer gründlichen Reinigung können Sie an derselben Stelle eine neue Runde Spinat säen (Staffelanbau) oder mit einer starkzehrenden Kultur fortfahren, um die Nährstoffressourcen optimal auszunutzen.
Im Hydroponiksystem ist eine regelmäßige Kontrolle das A und O. Setzen Sie auf biologische und vorbeugende Maßnahmen.
Spinat ist ein wahres Multitalent in der Küche und sollte, um den hohen Eisengehalt optimal zu nutzen, idealerweise mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln kombiniert werden.