Inhaltsverzeichnis

Winterportulak (Claytonia perfoliata)

Winterportulak, auch bekannt als Postelein oder Kubaspinat, ist ein robuster, kälteverträglicher Salat, der sich hervorragend für die Kultur im Hydroponiksystem eignet. Er liefert in den kühleren Monaten frische, vitaminreiche Blätter.

Allgemeine Informationen

Botanischer Name Claytonia perfoliata (syn. Montia perfoliata)
Familie Montiaceae (Quellkrautgewächse)
Herkunft Westliches Nordamerika
Wuchstyp Einjährige, bodenbedeckende Rosettenpflanze
Besonderheit Bildet charakteristische, tellerförmige Blätter, die den Stängel umfassen.

Nährwerte je 100 g

Nährstoff Menge
Brennwert 21 kcal
Wasser 92 g
Kohlenhydrate 3,3 g
- davon Zucker 1,2 g
Ballaststoffe 1,2 g
Eiweiß 2,2 g
Fett 0,4 g
Vitamin C 25 mg
Eisen 1,8 mg

Anbauhinweise für den Hydroponikgarten

Winterportulak ist eine anspruchslose Pflanze mit kurzer Kulturdauer. Er gedeiht in fast jedem Hydroponiksystem, bevorzugt werden flache, durchströmte Systeme.

Aussaatzeitpunkte und Ernte

Wachstumsbedingungen

Faktor Optimaler Wert / Bedingung
pH-Wert 6.0 - 6.5
EC-Wert (elektr. Leitfähigkeit) 1.2 - 1.8 mS/cm
Temperatur 10-20°C (sehr kälteresistent, optimal für kühle Räume)
Luftfeuchtigkeit 50-70 % (keine besonderen Ansprüche)
Licht 10-14 Stunden direktes Licht oder Pflanzenlampen. Verträgt auch geringere Lichtintensität im Winter.

Düngung

Winterportulak ist ein Schwachzehrer und benötigt eine moderate Nährstoffversorgung. Ein zu hoher EC-Wert kann den Geschmack beeinträchtigen.

Pflegehinweise

Schädlinge

Winterportulak ist sehr robust und wird nur selten von Schädlingen befallen.

Schädling Beschreibung Bekämpfung im Hydrokultur-System
Blattläuse Kleine, grüne oder schwarze Insekten an den Blattachseln und Triebspitzen. Bei leichtem Befall mit Wasser abspritzen. Bei stärkerem Befall mit Kaliseife oder Neemöl behandeln.
Trauermücken Kleine, schwarze Fliegen im Wurzelbereich; Larven können bei geschwächten Pflanzen Wurzelschäden verursachen. Gelbtafeln zur Überwachung, Nematoden (SF-Nützlinge) gegen die Larven im Substrat einsetzen.
Minierfliegen Helle, verwundene Fraßgänge in den Blättern. Befallene Blätter entfernen. Gelbtafeln zur Reduktion der adulten Tiere.

Krankheiten

Krankheit Beschreibung Vorbeugung und Maßnahmen
Falscher Mehltau Grau-violetter Belag auf Blattunterseiten, gelbliche Flecken auf Oberseiten. Für gute Luftzirkulation sorgen, Blätter nicht übermäßig benetzen. Befallene Pflanzenteile entfernen.
Wurzelfäule (z.B. durch Pythium) Welke, braune Wurzeln, schlechtes Wachstum. Wassertemperatur kühl halten, für ausreichende Sauerstoffanreicherung sorgen. Systemhygiene beachten.
Grauschimmel (Botrytis) Braun-grauer, pelziger Belag bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung. Ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen halten, Luftfeuchtigkeit reduzieren, befallene Stellen sofort entfernen.

Topfrotationsmöglichkeiten

Winterportulak ist ein Schwachzehrer und hinterlässt ein wenig belastetes Substrat.

Nächste Kultur

Nach der Ernte des Winterportulaks sollte das Substrat ausgetauscht oder gründlich gespült werden. Eine nachfolgende Kultur mit Starkzehrern (z. B. Tomaten, Gurken) nutzt die verbleibenden Kapazitäten des Systems optimal aus. Alternativ kann direkt eine weitere Runde Winterportulak oder anderes Blattgemüse angesetzt werden.

Schädlingsbekämpfung

Durch die kurze Kulturdauer und die robuste Natur des Winterportulaks ist die Schädlingsbekämpfung meist unproblematisch.

Zubereitung

Winterportulak hat einen milden, leicht nussigen Geschmack mit einer angenehm knackigen Textur.

Quellenangaben